Prophylaxe

Professionelle Zahnreinigung ( PZR )

Professionelle Zahnreinigung (PZR) ist ein Hauptbestandteil der zahnmedizinischen Prophylaxe.
Man versteht darunter eine mechanische Reinigung der Zähne, die deutlich über das hinausgeht, was jeder Mensch selbst täglich erledigen kann.
In jedem Mund bildet sich nach ein bis zwei Tagen ein Belag auf den Zähnen, Plaque oder auch Biofilm genannt.
Dieser Biofilm besteht aus Milliarden von Bakterien, die einen regen Stoffwechsel entwickeln.
Dabei werden Kohlenhydrate (z.B. Zucker) verwertet und Säuren sowie Zellgifte ausgeschieden.
Durch diese aggressiven Substanzen entstehen Zahnschäden (Zahnkaries) und Zahnfleischentzündungen (Gingivitis) bis hin zum Knochenabbau (Parodontitis).

Den Patienten gelingt es auch durch eine gründliche Zahnpflege nicht, alle Zwischenräume und Nischen in der Mundhöhle zu erreichen und damit diese Bakterien zu entfernen.
Diese Vorsorge durch eine regelmäßige, professionelle Zahnreinigung wird vom Deutschen Zahnärzte Verband empfohlen.

Die PZR sollte ein bis zwei Mal im Jahr durchgeführt werden.

Bei uns wird eine PZR durch speziell geschultes Personal durchgeführt und umfasst eine vollständige Entfernung versteckter weicher und auch mineralisierter Zahnbeläge oberhalb (Zahnstein) und unterhalb (Konkrement) des Zahnfleisches mit Handinstrumenten und Ultraschallgeräten.

Anschließend werden eventuell verbliebene Verfärbungen und Ablagerungen auf Zahnoberflächen mittels Pulverstrahl entfernt und anschließend mit einem rotierenden Gummikelch und einer Prophylaxepaste poliert, um ein Neuansetzen von Belägen zu erschweren. Bestehende Füllungen werden nachpoliert.
Abschließend werden zum Schutz des Zahnschmelzes alle Zahnoberflächen mit einem speziellen Fluoridlack behandelt.

Durch diese Prophylaxe kann einer Zahnfleischentzündung, einer Parodontitis und einer Karies und den damit verbundenen Schmerzen vorgebeugt werden.

Ihren persönlichen Termin können Sie direkt vereinbaren unter:
Tel.: 0911/ 607204

Aufbissschienen dienen der Behandlung von Erkrankungen des Kausystems, der Kaumuskeln und der Kiefergelenke (Myoarthropathie) und sind individuell gefertigte Zahnschienen, die über Nacht getragen werden und so das Knirschen gezielt verhindern.
Wichtig ist, Über- und Fehlbelastungen der Zähne und Kiefergelenke zu beseitigen.
Bei Bruxismus (Reiben/Knirschen und Aufeinanderpressen der Zähne) entsteht ein extrem hoher mechanischer Verschleiß der Zahnoberflächen. Außerdem sind die meisten sensiblen Zahnhalsdefekte darauf zurückzuführen.

Knirschen und Pressen erfolgt meist unbewusst, in der Regel nachts und ist häufig ein Zeichen von Stress, Trauer oder Ärger, der während des Schlafs verarbeitet wird.
Erkennbar macht sich das Knirschen und Pressen durch starke Abrasionen an den Zähnen. Außerdem können weitere Folgeerkrankungen hervorgerufen werden. Zu diesen zählen: Kiefergelenksbeschwerden und Kopfschmerzen (mit der Fehldiagnose Migräne), Lockerung und Verlust von Zähnen, Überempfindlichkeiten auf Temperatur. Weiterhin besteht die Vermutung, dass ein Tinnitus verursacht werden kann.

Die Aufbissschiene wirkt wie ein Schutzüberzug für die Zähne. Das Knirschen oder Pressen wird dadurch häufig verhindert. Abriebspuren gibt es nur noch auf der Schiene, nicht mehr auf den eigenen Zähnen, weil die Schiene weicher ist, als die Zähne.
Das Kiefergelenk sowie die Kiefergelenksmuskulatur werden  entlastet und die oben beschrieben Beschwerden verringert.

Sie werden wieder ruhiger schlafen und sich am nächsten Morgen wohler und vitaler fühlen.

Fissurenversiegelung bei Kindern

Lebensbegleitende Vorsorgemaßnahmen beginnen bei der werdenden Mutter und reichen bis ins hohe Erwachsenenalter.
Warum ist eine Fissurenversigelung sinnvoll?
Alle Zähne mit zerklüfteten Oberflächen sind besonders kariesgefährdet. Die tiefen Fissuren und Grübchen bieten den Bakterien in der Mundhöhle gute Möglichkeiten, sich "festzuhalten", sich zu vermehren und den Zahn zu schädigen.
Rund 50 Milliarden Mikroorganismen sind die natürlichen Bewohner der Mundhöhle. Unter ihnen sind die Streptococcus mutans-Bakterien und die Laktobazillen die gefährlichen Karieserzeuger. Erhalten diese Mikroorganismen Zucker oder zuckerhaltige Speisen bzw. Getränke (auch Brot!), vermehren sie sich und setzen sich in einer zähklebrigen Masse (Zahnbelag und Plaque) an den Zähnen fest. Sie produzieren durch ihren Stoffwechsel zahnschädigende Säuren.
Der schützende Speichel kann diese Säuren nicht mehr ausreichend verdünnen oder wegspülen - das ökologische Gleichgewicht in der Mundhöhle ist gestört: Karies entsteht.
Durch die Versiegelung der Zahnoberflächen, der Fissuren und der Grübchen erhalten Zähne für viele Jahre einen wirksamen Schutz gegen Karies. Der Gesetzgeber schränkt den Personenkreis auf 6-17 jährige ein. Ebenso sieht das Kassenrecht nur die Versiegelung der 8 Mahlzähne vor.

Aus medizinischer Sicht ist die Fissurenversiegelung auch für die übrigen Zähne mit zerklüfteten Oberflächen empfehlenswert.

Kosten einer Fissurenversigelung?

Für alle 6- bis 17jährigen Patienten ist die Fissurenversiegelung der bleibenden Molaren (max. 8 Mahlzähne) eine Kassenleistung.
Wird die Fissurenversiegelung bei Patienten an Milchzähnen oder den übrigen bleibenden Zähnen und außerhalb der oben genannten Altersbegrenzung durchgeführt, gilt diese Maßnahme als Privatleistung und wird auf der Basis der amtlichen Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) erbracht und berechnet.

Behandlungsablauf: Die Fissurenversiegelung von kariesfreien, bleibenden Zähnen oder auch Milchzähnen wird nach gründlicher Zahnreinigung und Trockenlegung mit einem dünnfließenden Kunststoff durchgeführt, welcher dann lichtgehärtet wird und somit die Fissuren abdichtet.
So erschwert es zum einen die Anlagerung von Bakterien in den Fissuren und zum anderen erleichtert es die Reinigung der Zähne mit der Zahnbürste.



Kinderzahnarzt